Wissenswertes von A bis Z


Wissenswertes von A bis Z


Amalgam

Früher noch als erste Wahl bei Füllungen verwendet, ist Amalgam heute aufgrund seines Quecksilbergehalts stark umstritten. Es ist nach wie vor das günstigste Material für Füllungen und kann schnell und individuell verwendet werden. Auf Wunsch entfernen wir Ihre bestehenden Amalgamfüllungen fachmännisch und ersetzen sie durch andere Materialien. Gesündere Alternativen bieten Füllungen aus Kunststoff, oder Einlagefüllungen, auch Inlays genannt, aus Keramik oder Gold. Letztere werden im zahntechnischen Labor angefertigt. Kommen Sie gerne zu einem Beratungstermin in unsere Praxis und wir klären Sie über die Vor- und Nachteile verschiedener Füllungsmaterialien auf.

Angst vorm Zahnarztbesuch/Dentalphobie

Auch wenn dieses Phänomen weit verbreitet ist – Angst vorm Zahnarzt muss und sollte nicht sein! Im schlimmsten Fall kann sie dazu führen, dass regelmäßige Behandlungstermine aufgeschoben werden. In Beratungsgesprächen können wir der Ursache Ihrer Angst gemeinsam auf den Grund gehen und bieten Ihnen Möglichkeiten an, sie in den Begriff zu bekommen. Eine besonders einfache Art, die Angst während der Behandlung „auszuschalten“, ist der Einsatz von Lachgas: Lachgas entspannt Sie als Patient*in bei vollem Bewusstsein und wirkt außerdem nur so lange, wie Sie es tatsächlich einatmen – nach der Behandlung sind Sie so direkt wieder gesellschaftsfähig. Von regelmäßigen Vollnarkosen, selbst bei kleineren Routinekontrollen, raten wir dringend ab, da diese den Organismus zu sehr anstrengen.

Bleaching

In der Praxis
Ein professionelles Aufhellen der Zähne kann sowohl bei uns in der Praxis als auch von Ihnen zu Hause durchgeführt werden. Zunächst reinigen wir Ihre Zähne gründlich, damit das Bleaching nicht von überschüssigem Belag beeinflusst wird. Das Bleichmittel aus Sauerstoffperoxid wird aufgetragen und wirkt mit Hilfe von Licht und Wärme ein. Der Zahnschmelz wird so heller. Wie lange die Aufhellung durch ein professionelles Bleaching anhält, ist individuell unterschiedlich und hängt außerdem von Ihren Trink- und Essgewohnheiten ab.Kaffee, Rotwein, Schwarzer Tee und auch Rauchen kann die Zähne wieder schneller verfärben. Im Schnitt hält ein Bleaching bei guter Mundhygiene etwa zwei Jahre.

Zu Hause
Für das sogenannte Homebleaching fertigen wir im ersten Schritt eine individuelle Kunststoffschiene für Ihr Gebiss an. Das Bleichmittel wird darin aufgetragen und so mithilfe der Schiene um die Zähne gelegt. Da je nach Bleichmittel unter Umständen allergische Reaktionen auftreten können, ist es wichtig, auch das Homebleaching unbedingt unter zahnärztlicher Betreuung durchzuführen.

Chirurgische Eingriffe

Neben der Implantologie und dem Knochenaufbau gehört zu den oralchirurgischen Eingriffen vor allem die Zahnextraktion. Auf die Durchführung eines oralchirurgischen Eingriffes bereiten wir Sie individuell in einem Beratungsgespräch vor und planen die Behandlung mit Ihnen zusammen.

CMD

CMD steht für Craniomandibuläre Dysfunktion und beschreibt Schmerzen im Kopf-, Nacken- oder Rückenbereich, die auf eine Fehlstellung des Kiefers zurückzuführen sind. Wenn Ober- und Unterkiefer nicht gleichmäßig aufeinanderbeißen, werden Gelenke und Muskeln unterschiedlich stark belastet, wodurch neurologische Störungen und somit schmerzen entstehen können. Unsere CMD-Expert*innen können anhand einer Funktionsanalyse feststellen, ob eine solche Fehlfunktion bei Ihnen vorliegt. In einer mehrstufigen Therapie fühlen wir Ihren Schmerzen auf den Zahn und können Sie hoffentlich vollständig davon erlösen. Eine CMD-Therapie erfolgt oft in Verbindung mit weiteren Behandlungen in der Orthopädie und Physiotherapie.

Erstuntersuchung

Für Ihren ersten Termin bei uns, bitten wir Sie, den Anamnesebogen auszufüllen, der uns über Ihren bisherigen Zustand Ihrer (Mund-)Gesundheit informiert, damit wir individuell auf Ihre Bedürfnisse eingehen können. Den Bogen können Sie entweder bei uns in der Praxis ausfüllen, oder aber bereits im Vorfeld zu Hause – der Anamnesebogen steht hier für Sie zum Download bereit.

Bei Ihrem Erstbesuch nehmen wir uns ausreichend Zeit, Ihre Zähne, Ihren Kiefer und Ihr Zahnfleisch gründlich zu untersuchen. Wir beraten Sie, wie wir mit der Behandlung fortfahren sollten: Müssen größere Eingriffe vorgenommen werden oder reicht ein neuer Prophylaxetermin in einigen Monaten? In den meisten Fällen empfehlen wir eine professionelle Zahnreinigung, sollte die letzte bereits mehrere Monate zurück liegen.

Finanzierungsmöglichkeiten einer Zahnbehandlung/Zahnersatz

Je nachdem, ob Sie in der gesetzlichen oder privaten Krankenkasse versichert sind, und ob Sie eine Zahnzusatzversicherung abgeschlossen haben, können die Kosten für Ihre Behandlung recht unterschiedlich ausfallen. In unserer Praxis können Sie diese in den meisten Fällen in Raten abbezahlen. Sprechen Sie uns einfach an, sollten höhere Kosten auf Sie zukommen, und wir beraten uns mit Ihnen und Ihrer Krankenkasse über die besten Möglichkeiten. Unsere Empfehlung: Sparen Sie nicht an der Qualität Ihres Zahnersatzes, um die Kosten zu senken! Hochwertigere Produkte und Behandlungen liefern langfristig oft die besseren Ergebnisse, die Ihre Gesundheit und Lebensqualität unterstützen.

Herausgefallen

Krone, Brücke, Inlay
Wenn sich in Ihrem Mund eine Krone, Brücke oder ein Inlay lockert oder gar ganz ausfällt, können Sie dieses mit Zahncreme oder spezieller Prothesenhaftcreme provisorisch wieder befestigen. Nachts sollten Sie gelockerte Prothesen besser aus dem Mund herausnehmen, da sonst Verschluck- und Erstickungsgefahr besteht. Vereinbaren Sie in jedem Fall so schnell wie möglich einen Termin mit uns, damit wir die Prothese professionell wieder einsetzen können.

Zahn
Einen vollständig herausgefallenen oder bei einem Unfall herausgeschlagenen Zahn sollten Sie dringend versuchen zu retten: Legen Sie ihn in eine Kochsalzlösung oder in pasteurisierte Milch, notfalls auch in sauberes Wasser, um ihn zu konservieren. Vermeiden Sie es unbedingt, den Zahn an seiner Wurzel zu berühren. Der gesamte Zahn, vor allem die Wurzel, muss feucht gehalten werden. Sollten Sie unterwegs sein, können Sie den Zahn auch mit etwas Speichel in einem sauberen Gefäß aufbewahren. So haben wir beste Chancen, den Zahn wieder erfolgreich in Ihren Mund einzusetzen.

Kieferknochenaufbau

Bei Verlust eines Zahnes, aber auch im Alter, bildet sich der Kieferknochen zurück. Fehlt der Zahn, wird an dieser Stelle kein Druck mehr auf den Knochen ausgeübt, der für die notwendige Durchblutung sorgen würde, sodass der Knochen verschwindet. Bevor ein Implantat eingesetzt werden kann, ist es daher wichtig, den Knochen wieder aufzubauen, um einen sicheren Halt im Kiefer zu gewährleisten. Dies wird auch als Augmentation bezeichnet und gehört zu den gängigsten oralchirurgischen Eingriffen. Knochensubstanz wird in den meisten Fällen an anderen Stellen Ihres Kiefers entnommen, da der Wiederaufbau mit eigenem Knochen die besten Erfolge verspricht. Auch Knochentransplantationen aus dem Beckenbereich sind möglich. Alternativ kann auch auf Knochenersatzmaterial, etwa tierischen Ursprungs oder künstliches Knochenmaterial, zurückgegriffen werden. Eine Augmentation ist erst dann abgeschlossen, wenn der transplantierte Bereich komplett von Mundschleimhaut umgeben und alles sicher eingeheilt ist. Dies kann einige Monate dauern bis das Implantat kann erst danach eingesetzt werden. In unserer Praxis beraten wir Sie gern zu allen Möglichkeiten der Augmentation, sofern eine solche bei Ihnen nötig sein sollte.

Kinderzähne (=Milchzähne)

Mit der regelmäßigen und gründlichen Pflege sollte man bereits beim ersten Milchzahn beginnen. Mit kleinen Fingerzahnbürsten aus Gummi können Eltern die Zahnfleischdurchblutung der Babys anregen. Auch wenn die Milchzähne wieder ausfallen, liefern sie doch die Grundlage für die bleibenden Zähne, sodass Karies von Vornherein unbedingt vermieden werden sollte.

Auf fluoridhaltige Zahnpasta sollte bei Kindern verzichtet werden, da diese die Zahnpasta oft schlucken und sich so schädliches Fluorid im Körper ablagern könnte, das nicht verstoffwechselt wird.

 

Krankenkasse

Gesetzlich
Gesetzliche Krankenversicherungen bezuschussen meist die günstigsten, als ausreichend betrachteten Zahnbehandlungen. Gerade was das Material von Zahnersatz oder Füllungen betrifft, ist dies aber nicht unbedingt immer die hochwertigste oder gesündeste Variante. Die Kostendifferenz muss gegebenenfalls selbst getragen werden. Sprechen Sie uns im Zweifelsfall einfach an und wir unterstützen Sie bei der Kommunikation mit Ihrer Krankenkasse.

Privat
Die Kostenübernahme der privaten Krankenversicherung hängt stark von Ihrem Tarif ab. Vor einer umfangreichen Behandlung können wir für Sie gern einen „Kostenvoranschlag“ erstellen, den Sie mit Ihrer Krankenkasse besprechen und die Finanzierung der Behandlung im Vorfeld klären können.

Mundgeruch

Mundgeruch kann in erster Linie von mangelnder Mundhygiene, mundgeruchverursachenden Speisen mit viel Knoblauch oder Zwiebeln sowie einem schlechten Speichelfluss zusammenhängen. Letzteres ist meist früh morgens der Fall, da unser Mund im Schlaf eher austrocknet. All diese Ursachen sind relativ leicht zu beheben.

Sollte Ihr Mundgeruch dennoch nicht nachlassen, liegt möglicherweise eine Halitosis vor. Der unangenehme Ausatemgeruch kann hierbei auf weit tiefergehende Ursachen zurückzuführen sein, etwa Atemwegserkrankungen, Verdauungsprobleme in der Speiseröhre oder dem Magen-Darm-Trakt, oder aber auch Stoffwechselkrankheiten wie Diabetes. In diesem Fall wäre hinzukommend Ihr Hausarzt oder Ihre Hausärztin ein wichtiger Ansprechpartner.

Notfalldienst

Den zahnmedizinischen Notfalldienst erreichen Sie außerhalb unserer Sprechzeiten auf der Website der Zahnärztekammer.

Parodontitis

Bei der Parodontitis handelt es sich um eine Zahnfleischerkrankung, die den Zahnhalteapparat angreift und Entzündungen hervorruft. Sie entsteht zunächst oft unbemerkt, da es sich im frühen Stadium um eine schmerzfreie Erkrankung handelt. Im schlimmsten Fall kann Parodontitis gar zum Ausfallen der Zähne führen. Damit es so weit gar nicht erst kommt, ist die regelmäßige Prophylaxe in unserer Praxis besonders wichtig. Die Hauptursache für Parodontitis ist jedoch mangelnde Mundhygiene. Es ist daher besonders wichtig, dass Sie auch bei der häuslichen Pflege regelmäßig Ihre Zahnzwischenräume reinigen, beispielsweise mit Zahnseide oder Interdentalbürsten, um Plaque und Bakterien gründlich bis hinunter ans Zahnfleisch zu entfernen und so etwaigen Entzündungen vorzubeugen.

PZR (Professionelle Zahnreinigung)

Bei einer professionellen Zahnreinigung säubern wir Ihre Zähne mit speziellem Gerät besonders gründlich – auch an Stellen, die Sie mit Ihrer Zahnbürste daheim nie erreichen werden. Anschließend werden die Zähne poliert und mit Fluorid versiegelt, damit Bakterien sich an den glatten Zahnwänden und in den Tiefen der Backenzähne nicht so leicht anheften können.

Eine PZR sollte mindestens einmal, im besten Fall zweimal pro Jahr durchgeführt werden. Von mehr als vier professionellen Zahnreinigungen raten wir dringend ab, um dem Zahnschmelz ausreichend Zeit zur Regeneration zu geben.

Prophylaxe

Eine Prophylaxe, auch Vorsorgeuntersuchung genannt, sollte mindestens zweimal im Jahr durchgeführt werden. Dabei untersuchen wir Ihre Zähne und Ihr Zahnfleisch auf Karies, ermitteln das Parodontitis-Risiko und überprüfen Ihre Zahnhygiene anhand einer speziellen Lösung, die Plaque an den Zähnen sichtbar macht. Auch eine professionelle Zahnreinigung, kurz PZR, kann Teil der Prophylaxe-Untersuchung sein.

 

Röntgen

Eine Röntgenaufnahme Ihres Kiefers hilft uns, die Ursachen für Ihre Zahnschmerzen oder -fehlstellungen zu finden, die unter dem Zahnfleisch verborgen liegen. Auch die Knochendichte kann mittels Röntgen bestimmt werden, damit vorm Einsetzen eines Implantates gegebenenfalls notwendige Maßnahmen zum Kieferknochenaufbau getroffen werden können.

Schwangerschaft

Der veränderte Hormonhaushalt während einer Schwangerschaft wirkt sich auch auf Ihren Mundraum aus. Das Zahnfleisch wird stärker durchblutet, wodurch es empfindlicher und anfälliger für Entzündungen wird, einer sogenannten Schwangerschaftsgingivitis. Durch häufiges Erbrechen zu Beginn einer Schwangerschaft gelangt Magensäure in den Mundraum, die den Zahnschmelz angreifen kann. Spülen Sie Ihren Mund gründlich aus und warten Sie, wie nach dem Essen, eine halbe Stunde, bevor Sie Ihre Zähne putzen. So kann der Speichel die Säure neutralisieren und den Zahnschmelz schützen.

Veneers

Veneers sind hauchdünne Verblendschalen aus Kunststoff oder Keramik, die auf die Zähne gesetzt werden können, um Verfärbungen, leichte Fehlstellungen oder Abbruchkanten zu kaschieren. Um die Veneers an den Zahn anbringen zu können, muss der Zahnschmelz leicht abgeschliffen werden – dies kann nicht rückgängig gemacht werden! Da es sich bei Veneers größtenteils um rein ästhetische Eingriffe handelt, müssen die Kosten selbst getragen werden und werden nicht von der Krankenkasse übernommen; stimmen Sie sich diesbezüglich am besten mit Ihrer Krankenkasse ab. In einem Beratungsgespräch informieren wir Sie gern über die verschiedenen Arten, Materialien und Kosten von Veneers, um gemeinsam zu entscheiden, welche für Ihre Zähne in Frage kommen.

Verfärbungen

Weiße Flecken auf den Zähnen beseitigen

Weiße Flecken auf den Zähnen entstehen meist durch beschädigten oder nicht vollständig ausgebildeten Zahnschmelz und können ein Anzeichen für Karies im Frühstadium sein. Kommen Sie am besten direkt in unsere Praxis, damit wir rechtzeitig agieren und eine mögliche Karieserkrankung stoppen oder im besten Fall ausschließen können.

Bei Kindern können helle Verfärbungen auch durch eine Überdosierung von Fluorid auftreten. Normalerweise reicht die geringe Menge Fluorid, die in der Zahnpasta enthalten ist, als Kariesschutz aus. Eine Überdosierung, etwa durch Fluoridtabletten oder fluoridhaltige Lebensmittel, wird die Zahnschmelzbildung gehemmt. Auch wenn dies nicht zwingend eine Behandlung erfordert, bleiben die hellen Flecken auf den Zähnen erhalten und können, je nach Wunsch des*der Patient*in mit Veneers kaschiert werden.

Dunkle Flecken

Auch dunkle Flecken auf den Zähnen können ein Anzeichen von Karies sein. In diesem Fall sollten Sie schnellstmöglich zur Behandlung in unsere Praxis kommen, und das Fortschreiten der Karies zu verhindern. Zahnstein weist ebenso eine gelblich-bräunliche Farbe aus. Dieser kann durch eine professionelle Zahnreinigung entfernt werden, sodass auch die Verfärbungen verschwinden.

Doch auch verschiedene Lebensmittel, besonders der hohe Konsum von Kaffee oder schwarzem Tee, kann zu unschönen Verfärbungen auf den Zähnen führen. Schon ein Glas Wasser nach dem Verzehr kann die Farbpigmente wegspülen, bevor sie sich an die Zähne anlagern können. Auch Raucher*innen weisen häufig Flecken an den Zähnen auf, die auf den starken Tabakkonsum zurückzuführen sind.

Weisheitszähne

Die Weisheitszähne verstecken sich von allen bleibenden Zähnen am längsten im Kiefer. Wenn alle anderen Zähne bereits ihren Platz gefunden haben, drücken die Weisheitszähne von hinten nach und bringen oftmals alles wieder durcheinander: Das Gebiss verschiebt sich. Die Kieferorthopädie empfiehlt eine Entnahme der Weisheitszähne oft schon im Kinder- und Jugendalter, da der Platz im Kiefer so für kieferorthopädische Behandlungen genutzt werden kann und so nicht die Gefahr besteht, dass die Weisheitszähne die frisch grade ausgerichteten Zähne wieder verschieben. Sollten die Weisheitszähne noch im Erwachsenenalter vorhanden sein, ist ihr Nachwachsen oft mit starken Schmerzen verbunden, da der Kiefer nicht genug Platz für weitere Zähne bietet. Ob und wann Ihre Weisheitszähne entfernt werden sollten, besprechen wir gerne mit Ihnen in einem individuellen Beratungstermin.

Wurzelkanalbehandlung

Warum?
Eine Wurzelbehandlung sollte dann immer dann in Erwägung gezogen werden, wenn ein Zahn entzündet oder gar abgestorben ist. Auch hoffnungslos erscheinende Fälle können so noch gerettet werden, denn der Erhalt der natürlichen Zähne steht für uns Zahnärzt*innen an erster Stelle. Bei der Wurzelkanalbehandlung, auch mikroskopische Endodontie genannt, wird das Innere des Zahns mit einem speziellen Mikroskop stark vergrößert und so komplett sichtbar und zugänglich gemacht. Das Zahnmark wird entfernt und der Zahn bis in die Wurzelspitzen hinein vom entzündeten Material gereinigt. Zwar ist der Zahn folglich in jedem Fall tot, dennoch kann er so noch viele weitere Jahre im Kiefer erhalten bleiben.

Schmerzen
Unter einer örtlichen Betäubung kann die Wurzelbehandlung weitestgehend schmerzfrei durchgeführt werden. Alternativ bieten wir Ihnen weitere ambulante Narkosebehandlungen an, beispielsweise Lachgas oder eine Vollnarkose. Dabei sollte jedoch beachtet werden, dass das Schmerzempfinden eines jeden Menschen individuell ist und wir keine Garantie für eine schmerzfreie Behandlung geben können.

Zähneknirschen

Ursache
Unbewusstes Zähneknirschen, vor allem nachts, ist oft stressbedingt und der oder die Knirschende sich dessen teils nicht bewusst. Bei einer Prophylaxe-Untersuchung erkennen wir hingegen sofort, wenn Sie mit den Zähnen knirschen: Die Oberflächen, besonders die der Backenzähne, tragen nämlich deutliche Spuren davon. Kein Wunder, wenn ein Druck von bis zu 80kg auf ihnen lastet!

Maßnahmen
Die beste Art, gegen das Zähneknirschen vorzugehen, ist langfristig natürlich die Reduzierung von etwaigem Stress. Kurzfristig kann eine Kauschiene Abhilfe schaffen Diese verhindert zwar nicht das Knirschen selbst, schützt jedoch die Zähne voreinander, damit diese sich nicht gegenseitig kaputt beißen.

Kauschiene reinigen
Beißschienen sollten Sie, ebenso wie die Zähne, am besten mit Zahnpasta und einer weichen Zahnbürste reinigen, um den Kunststoff nicht zu beschädigen. Die Reinigung ist nötig, um schädliche Bakterien und Ablagerungen auch hier zu entfernen, damit sie nicht mehr in den Mundraum gelangen. Alternativ gibt es spezielle zahnmedizinische Reinigungslösungen. Von Hausmitteln wie Essig oder Natron sollten Sie besser absehen, da diese Stoffe das Material der Schiene zerstören können.

Zahnersatz

Je nach Bedarf gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie man die natürlichen Zähne oder Teile derer ersetzen kann. Während Veneers hauptsächlich zum Kaschieren abgebrochener oder verfärbter Zähne verwendet werden, schützen Kronen und Brücken hauptsächlich die geschädigte Zahnsubstanz, ähnlich einer Art Schutzhelm. Prothesen können auf Implantate gesetzt werden und sitzen so, ebenso wie ein natürlicher Zahn, fest im Kiefer verankert. Je nachdem, welcher Zahnersatz für Sie in Frage kommt oder wofür Sie sich entscheiden, wird der künstliche Zahn im Labor oder direkt vor Ort bei uns in der Praxis gefertigt. In jedem Fall wird das Ersatzprodukt in Form und Farbe dem Mundraum angepasst und ist nach erfolgreichem Einsetzen ebenso belastbar wie die natürlichen Zähne.

Zahnfleischbluten

Zahnfleischbluten ist in den meisten Fällen auf mangelnde Mundhygiene und dadurch entstehende Entzündungen zurückzuführen und kann ein Anzeichen von Parodontitis sein. Treten die Blutungen während des Gebrauchs von Zahnseide auf, lassen Sie sich davon auf keinen Fall abschrecken: Bei regelmäßiger Reinigung durch Zahnseide sollen die Blutungen nach kurzer Zeit nachlassen. Geschieht dies nicht, vereinbaren Sie am besten einen Termin bei uns.

Zahnimplantat

Zahnimplantate machen dann Sinn, wenn ein Zahn vollständig in Ihrem Gebiss fehlt, samt Wurzel. Eine künstliche Zahnwurzel aus Keramik oder Titan wird in den Kiefer eingesetzt und verbindet sich innerhalb von drei bis sechs Monaten mit der natürlichen Umgebung zu einer belastungsfähigen Einheit. Anschließend wird der Zahn mit einer Krone kompletiert und Ihr Gebiss ist so gut wie neu. Ihre individuelle Behandlung besprechen wir gerne mit Ihnen in einem persönlichen Termin.

Zahnpflege/Mundhygiene zu Hause

Putzen nach KAI (Zahnputzschule)

Zähne sollten mindestens zweimal am Tag mit einer Zahnbürste geputzt werden. Dabei hilft am besten KAI, eine Eselsbrücke, die die Routine erleichtern soll: Zunächst einmal werden die Kauflächen geputzt, also die Zähne von oben. Darauf folgen die Außenflächen, in kreisenden Bewegungen von rot nach weiß und schließlich die Innenflächen der Zähne. Auf diese Weise werden alle freiliegenden Oberflächen erreicht.

Die optimale Ergänzung zum einfachen Schrubben mit der Zahnbürste bieten Zahnseide und Interdentalbürste. Nur so wird es möglich, auch die Zahnzwischenräume gründlich von Plaque und Ablagerungen zu entfernen – ein wichtiger Schritt beim Schutz vor Karies.

Welche Zahnpasta?

Als Wundermittel in der Zahnpasta wird Fluorid gehandelt: Es legt sich wie ein schützender Film um den Zahnschmelz und schützt die Zähne so vor Karies. Hierbei ist jedoch wichtig zu beachten, dass für Kinder eine weitaus geringere Dosis Fluorid empfehlenswert ist. Während Zahnpasta für Erwachsene zwischen 1200-1500 ppm (Milligramm pro Kilogramm) Fluorid enthält, sollte Kinderzahnpasta einen Wert von 500 ppm nicht übersteigen. Da sich Fluorid in zu hohen Mengen im Körper ablagern und so den Organismus schädigen kann, ist es wichtig, die Zahnpasta nicht herunter zu schlucken – hierauf sollte man besonders bei Kindern achten. Einige Hersteller fügen Kinderzahnpasta Zucker hinzu, um das Produkt geschmacklich ansprechender zu gestalten – auch hier sollte man beachten, dass Zahnpasta keine Süßungsmittel enthält, die die Kariesbakterien erst anregen.

Elektrische oder normale Zahnbürste?

Je nach Putztechnik können elektrische und normale Zahnbürsten gleichgute Ergebnisse erzielen. Vor- und Nachteile gibt es bei beiden: Während Handzahnbürsten oft Gumminoppen an der Rückseite haben, die zusätzlich die Zunge reinigen, rüttelt eine elektrische Zahnbürste einfach an den Zähnen, wodurch Plaque und teils sogar Zahnstein sich wie von selbst lösen. Bei einer Handzahnbürste sollten Sie unbedingt auf einen kleinen Bürstenkopf achten, um auch enge Stellen im Mundraum erreichen zu können. Generell sind weiche Borsten empfehlenswert, da diese die Zähne schonend reinigen, während harte Borsten bei zu gründlichem Schrubben den Zahnschmelz angreifen können. Am wichtigsten ist bei der Zahnbürste, dass Sie sich wohl fühlen und Ihre Zähne – egal ob händisch oder elektrisch – regelmäßig und gründlich putzen.

Zahnschmerzen

Bei Zahnschmerzen sollten Sie unbedingt schnellstmöglich einen Termin in unserer Praxis wahrnehmen, damit wir die Ursache ermitteln und gegebenenfalls eingreifen können. Sind die Schmerzen am Wochenende oder an Feiertagen zu stark, als dass Sie noch bis zum nächsten Sprechtag warten können, wenden Sie sich gern auch den zahnmedizinischen Notdienst auf der Website der Zahnärztekammer.