Leiden Sie unter Gesichtsschmerzen?

Gesichtsschmerzen können sehr unangenehm sein – einseitig, beidseitig oder punktuell auftreten. Einige Menschen leiden chronisch, andere akut unter dieser Art von Schmerzen im Gesicht. Die Ursachen sind vielfältig und müssen sehr genau diagnostiziert werden, so dass eine darauffolgende Therapie erfolgreich eingesetzt werden kann.

Zwei Unterschiede von Gesichtsschmerzen

Typische Gesichtsschmerzen
Trigeminusneuralgie

Die Trigeminusneuralgie ist ein plötzlich einschießender, elektrisierender Nervenschmerz im Gesicht, der in einem oder zwei benachbarten Ästen des Nervus trigeminus (Gesichtsnerv mit drei Endästen) endet. Akute Schmerzen im Gesicht dieser Art treten oft plötzlich auf. Dabei sind Frauen häufiger betroffen als Männer. Außerdem tritt eine Trigeminusneuralgie häufiger im Winter als im Sommer auf. In den meisten Fällen wird dies durch einen gereizten und geschädigten Trigeminusnerv verursacht. Allerdings kann auch eine entzündete Zahnwurzel diese Art von Gesichtsschmerzen auslösen. Daher empfiehlt sich eine Untersuchung durch den Zahnarzt!

Atypische Gesichtsschmerzen

Gesichtsschmerzen, die nicht den Nervenschmerzen (Neuralgie) zugeordnet werden können, bezeichnet man als „atypische Gesichtsschmerzen“. Auch die atypischen Gesichtsschmerzen betreffen Frauen häufiger als Männer. Lokalisiert werden diese Schmerzen in der Regel zwischen Oberkiefer und unterem Auge. Oft sind die Schmerzen örtlich aber nicht genau einzugrenzen und werden einfach als „dumpfe“, „drückende“ Schmerzen im Gesicht empfunden. Die Ursachen werden manchmal über Jahre nicht gefunden und führen die Betroffenen meist zur Verzweiflung. Daher sind negative psychische Verstimmungen, Depressionen und Ängste häufig eine traurige Begleiterscheinung. An dieser Stelle ist die Diagnose durch einen Zahnarzt (mit dem Behandlungsschwerpunkt „Funktionsdiagnostik“) von wichtiger Bedeutung. Nicht selten sind Kieferfehlstellungen die Ursache dieser chronischen Gesichtsschmerzen. Zahnärzte sprechen dann von der so genannten craniomandibulären Dysfunktion und einer CMD Behandlung. Aber was ist das genau?

Die craniomandibuläre Dysfunktion (CMD)

Wird eine craniomandibulären Dysfunktion diagnostiziert, sind Kiefergelenk, Kaumuskulatur und/oder der Schläfenmuskel betroffen. Das Kiefergelenk besteht aus Ober- und Unterkiefer. Zwischen diesen beiden Gelenken liegt ein Knorpelscheibchen, auf dem ein Teil des Unterkiefers bei Bewegungen entlanggleitet. Bei einem veränderten Knorpelscheibchen kann es zu problemlosen Knackgeräuschen kommen. Treten in diesem Bereich jedoch anhaltende Gesichtsschmerzen auf, können Verschleiß, Entzündungen oder Verspannungen die Ursache sein. Verspannungen entstehen meistens durch „Zähneknirschen“, das stressbedingt nachts vorkommen kann. Verspannungen können auch Schmerzen in anderen Gesichts- und Zahnbereichen ausstrahlen.

Die CMD Behandlung

Bei einer craniomandibulären Dysfunktion kann eine Aufbissschiene (Beißschiene) eingesetzt werden. Dadurch wird das Kiefergelenk entlastet und eine verbesserte Position des Aufeinanderbeißens beider Kiefer kann erreicht werden. Begleitend werden physiotherapeutische Behandlungen (Krankengymnastik) sowie eine Eigenmassage der Kaumuskulatur durch den Patienten empfohlen. Unter besonders schweren Umständen empfiehlt sich zusätzlich eine psychotherapeutische Unterstützung.

Vereinbaren Sie gern einen unverbindlichen Termin zu diesem Thema in unserer Praxis unter 040 653 99 82