
Tinnitus - Was tun?
Warum die Ursache überraschend oft in Ihrem Kiefer liegt
Pfeifen, Rauschen oder Brummen im Ohr?
Wenn HNO-Ärzte keine organische Ursache finden, ist häufig ein Fehlbiss oder nächtliches Zähneknirschen (CMD) der Auslöser. Gewinnen Sie Ihre Lebensqualität zurück.
Vorteile auf einen Blick (welche, wofür??)
Spezialisierte Expertise
Dr. Sebastian Janke trägt den Master of Dental Science (MDSc) der Medizinischen Universität Innsbruck mit Schwerpunkt craniomandibuläre Medizin.
3D-Diagnostik in Bewegung
Wir vermessen Ihren Kiefer mit dem DMD-System – damit sehen wir nicht nur, wie Ihre Zähne stehen, sondern wie sich Ihr Kiefergelenk wirklich bewegt.
Ganzheitlicher Ansatz
Enge Zusammenarbeit mit Physiotherapeut:innen und Osteopath:innen.
Wenn der Kiefer
das Ohr durcheinanderbringt
Sie kennen das vielleicht: Eine Untersuchung beim HNO nach der anderen, vielleicht ein Hörtest, vielleicht Entspannungstechniken und trotzdem pfeift es weiter. Die Diagnose lautet oft: „Wir können nichts finden." Was bleibt, ist die Frage: Woher kommt das nur? Eine mögliche Antwort, die viele nicht auf dem Schirm haben: Vom Kiefer.
Kiefergelenk und Ohr liegen nur wenige Millimeter auseinander. Sie sind über Nerven und Muskeln eng miteinander verschaltet. Wenn im Kausystem etwas nicht stimmt, etwa weil die Zähne nicht richtig zusammenpassen oder Sie nachts unbewusst die Zähne aufeinanderpressen, kann sich diese Daueranspannung bis ins Hörzentrum auswirken. Die Medizin nennt diese Form somatosensorischen Tinnitus. Klingt sperrig, heißt schlicht: ein Tinnitus, der durch körperliche Strukturen wie Kiefer oder Nacken beeinflusst wird.
Und das ist kein Nischenphänomen. Die deutsche S3-Leitlinie „Chronischer Tinnitus", also die offizielle medizinische Behandlungsempfehlung, erkennt diesen Subtyp ausdrücklich an.
Studien zeigen, dass bei 12 bis 43 % aller Tinnitus-Patient:innen eine solche Komponente vorliegt. Und ungefähr zwei von drei Betroffenen können ihren Tinnitus sogar selbst beeinflussen – indem sie zum Beispiel die Kiefer- oder Nackenmuskeln anspannen, wird er lauter oder leiser.
Diese Funktionsstörung des Kausystems hat einen Namen: Craniomandibuläre Dysfunktion, kurz CMD. Sie gehört zu den häufigsten Auslösern, an die zu selten gedacht wird.
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Könnte der Kiefer
hinter dem Tinnitus stecken?
Diese Fragen ersetzen keine Untersuchung, aber sie helfen Ihnen einzuschätzen, ob ein Blick auf den Kiefer sich für Sie lohnen könnte. Beobachten Sie sich einmal ehrlich.
Fragen, die Sie sich selbst stellen sollten:
- Wachen Sie morgens oft mit einem Druckgefühl, Verspannungen oder Schmerzen im Kiefer- oder Gesichtsbereich auf?
- Knackt oder reibt Ihr Kiefer hörbar, wenn Sie weit gähnen, kauen oder den Mund öffnen?
- Hat Ihr Partner oder Ihre Partnerin Sie schon mal aufs nächtliche Zähneknirschen oder -pressen angesprochen?
- Können Sie Ihren Tinnitus verändern, wenn Sie die Zähne fest aufeinanderpressen oder den Kopf zur Seite drehen?
- Plagen Sie regelmäßig Nackenverspannungen, Kopfschmerzen oder Schwindel ohne erkennbaren Grund?
- Wird Ihr Tinnitus in stressigen Phasen lauter, also genau dann, wenn Sie merken, dass Sie tagsüber die Zähne zusammenbeißen?
- Haben Sie das Gefühl, dass Ihr Biss „nicht stimmt" oder die Zähne ungleichmäßig aufeinandertreffen?
Wenn Sie eine oder mehrere Fragen mit Ja beantworten – besonders die vierte – ist die Wahrscheinlichkeit gut, dass der Kiefer eine Rolle spielt. Wer den Tinnitus durch Muskelanspannung verändern kann, hat sehr wahrscheinlich einen somatosensorischen Anteil.
Wichtig
Lassen Sie sich Tinnitus immer zuerst vom HNO-Arzt anschauen, um andere Ursachen auszuschließen. Wenn dort „alles in Ordnung" gesagt wurde, der Tinnitus aber bleibt – dann lohnt der Blick in den Mund.
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Unser Weg -
Erst genau hinschauen, dann gezielt behandeln.
Wenn der Verdacht auf CMD im Raum steht, gehen wir strukturiert vor.
Wir vermessen Ihren Kiefer dreidimensional – mit dem DMD-System
Hier kommt eine Technologie zum Einsatz, die Sie aus der normalen Zahnarztpraxis nicht kennen: das DMD-System der Firma IGNIDENT. Damit erfassen wir die Bewegungen Ihres Kiefergelenks präzise in 3D – in allen Richtungen, in Echtzeit.
So funktioniert es: Wir kleben zwei kleine Sensoren ganz dezent auf Ihre Zähne (nicht spürbar, kein Bohren, kein Schleifen). Während Sie ganz normal kauen, sprechen oder den Mund öffnen, zeichnet das System exakt auf, wie sich Ihre Kiefergelenke bewegen – und vor allem: wo sie sich befinden sollten, damit alles entspannt zusammenspielt. Sie sehen am Bildschirm Ihre eigene Anatomie in Bewegung. Das ist nicht nur faszinierend, sondern liefert uns die Grundlage für jede weitere Entscheidung.
Warum das wichtig ist: Klassische Methoden zur Bissvermessung sind statisch – sie zeigen, wie die Zähne stehen, aber nicht, wie sich die Gelenke bewegen. Mit dem DMD-System sehen wir genau das. Und nur dann können wir eine Schiene anfertigen, die nicht nur „irgendwie" sitzt, sondern wirklich zu Ihrer individuellen Kieferbewegung passt.
Die Untersuchung ist berührungsschonend, völlig schmerzfrei und für Sie wie eine normale Sitzung im Behandlungsstuhl.
Eine Schiene, die auf Ihre Daten zugeschnitten ist – voll digital
Wenn wir feststellen, dass Sie nachts pressen oder knirschen – oder dass Ihre Kiefergelenke in einer ungünstigen Position arbeiten – kann eine individuell angefertigte Aufbissschiene helfen.
Und hier passiert bei uns etwas, das nach wie vor nicht selbstverständlich ist: Wir arbeiten vollständig digital, ohne klassische Abdrücke. Keine zähen Abformmassen mehr im Mund, kein Würgereiz, kein „bitte halten Sie still und atmen Sie durch die Nase". Stattdessen scannen wir Ihre Zähne mit einem digitalen Intraoralscanner – schnell, sauber, präzise.
Ihre Vorteile
- Genauer: Digitale Scans erfassen Ihre Zähne mit einer Präzision, die analoge Abdrücke nicht erreichen.
- Angenehmer: Keine Masse im Mund, keine unangenehme Wartezeit, bis der Abdruck ausgehärtet ist.
- Direkter: Ihre Bewegungsdaten aus dem DMD-System und der 3D-Scan Ihrer Zähne fließen ohne Umwege zusammen. Jeder analoge Zwischenschritt, bei dem etwas verloren gehen kann, fällt weg.
In unserem hauseigenen, voll digitalisierten Labor wird Ihre Schiene anschließend direkt auf Basis dieser Daten gefertigt – ohne Übertragungsverluste, ohne Kompromisse, präzise auf Ihre individuelle Kieferbewegung abgestimmt.
Was die Schiene dann macht: Sie verhindert nachts den direkten Zähnedruck, entlastet die Kaumuskulatur und gibt Ihren Kiefergelenken die Position, in der sie am wenigsten gereizt sind.
Das mindert den ständigen „Störimpuls", den ein angespannter Kiefer ans Hörzentrum sendet – und genau hier setzt die Linderung des Tinnitus an. Eine niederländische Studie konnte zeigen, dass diese Kombination aus Schiene und ergänzender Behandlung die Tinnitus-Belastung deutlich reduzieren kann.
Wir arbeiten im Team – nicht allein Ihr Kiefer ist Teil eines größeren Systems. Verspannungen im Kiefer können den Nacken mitziehen, der Nacken zieht den Rücken mit – und manchmal beginnt das Problem sogar dort und wandert nach oben in den Kiefer.
Deshalb arbeiten wir eng mit erfahrenen Physiotherapeut:innen und Osteopath:innen zusammen. Auch dafür gibt es Studienevidenz: Die Behandlung der Halswirbelsäule kann sich nachweislich positiv auf Tinnitus auswirken.
Was Sie realistisch erwarten können: Eine spürbare Linderung ist bei vielen Patient:innen möglich. Ein vollständiges Verschwinden des Tinnitus kommt vor – ist aber nicht der Regelfall. Wir besprechen Ihre individuellen Erwartungen ehrlich, bevor wir starten.
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Ihr Experte

Dr. Sebastian Janke
„Tinnitus ist eine Belastung, die viele meiner Patient:innen körperlich und seelisch zermürbt. Wer monatelang nach Antworten sucht, hat ein Recht auf jemanden, der sich Zeit nimmt, genau hinschaut – und ehrlich sagt, was er sehen kann und was nicht.
Nach meinem Zahnmedizinstudium habe ich mich genau auf diesen Bereich spezialisiert: die Zusammenhänge zwischen Kiefer, Muskulatur und Nervensystem. In unserer Praxis verbinden wir diese Expertise mit modernster Diagnostik, um Ihnen einen Weg zur Linderung zu öffnen."
Dr. Sebastian Janke, MDSc, studierte Zahnmedizin an der Universität Leipzig und erlangte im Jahr 2006 seine Approbation als Zahnarzt.
Dr. Sebastian Janke ist seit 2009 Partner der Zahnarztpraxis Hansezahn.
In den Jahren 2012-2014 absolvierte er erfolgreich den Masterstudiengang zum Master of Dental Science (MDSc.) in craniomandibulärer und muskuloskeletaler Medizin.
DMD-System
Innovatives Diagnose- und Planungstool
Mit Hilfe des DMD-Systems - ein innovatives Diagnose- und Planungstool - können wir Ihre Zahn- und Kiefersituation noch präziser analysieren und individuelle Behandlungspläne erstellen - schnell, sicher und digital.
Modernste 3D-Technologie ermöglicht eine berührungslose und hochgenaue Erfassung der Gesichts- und Kieferstruktur. So können wir Ihre Behandlung optimal auf Ihre anatomischen Gegebenheiten abstimmen.
Ihre Vorteile auf einen Blick:
• noch exaktere Diagnosen
• verbesserte Behandlungsplanung
• höchster Komfort durch berührungslose Erfassung
• modernste Technologie für Ihre Zahngesundheit.
Häufig gestellte Fragen zu Tinnitus und CMD
Eine Heilungsgarantie gibt seriöser Weise niemand bei Tinnitus – wer das tut, ist mit Vorsicht zu genießen. Was wir aber sagen können: Wenn Ihr Tinnitus durch Strukturen wie Kiefer oder Nacken mit beeinflusst wird und gleichzeitig eine CMD oder Bruxismus vorliegt, kann eine entsprechende Behandlung die Belastung in vielen Fällen spürbar reduzieren.
Ziel ist: dass der Tinnitus leiser wird, im Alltag weniger Raum einnimmt – und Sie wieder durchatmen können.
Weil sich Ihr Kiefer bewegt – und nur eine Vermessung in Bewegung zeigt uns, wo das Problem wirklich liegt. Klassische Methoden zeigen nur, wie Zähne stehen, nicht wie das Gelenk arbeitet.
Mit dem DMD-System sehen wir Ihre Kiefergelenke dreidimensional in Echtzeit – und können dann gemeinsam mit dem digitalen Scan Ihrer Zähne eine Schiene fertigen, die genau auf Ihre Bewegung abgestimmt ist statt nur ungefähr zu passen.
Für Sie ist die Untersuchung schmerzfrei und ungefähr so anstrengend wie eine normale Kontrolle – ganz ohne Abdruck-Masse im Mund.
Was ist sehr individuell – Diagnostik, Schiene und Begleittherapie können je nach Aufwand unterschiedlich teuer sein. Private Krankenversicherungen und Zusatzversicherungen übernehmen die Kosten je nach Tarif häufig ganz oder anteilig.
Bei der gesetzlichen Krankenkasse gibt es Bezuschussungen, aber meist keine volle Übernahme der CMD-Diagnostik. Wir erstellen vorab einen schriftlichen Kostenplan, damit Sie wissen, woran Sie sind – Ratenzahlung ist auf Wunsch möglich.
Weil Kiefer, Nacken und Rücken zusammenarbeiten. Eine Schiene entlastet Ihren Kiefer in der Nacht, aber sie kann die Verspannung im Nacken nicht lösen, die sich über Jahre aufgebaut hat. Und umgekehrt: Wenn der Nacken weiter zieht, kommt der Kiefer auch tagsüber nicht zur Ruhe. Studien zeigen, dass die Kombination aus zahnärztlicher und physiotherapeutischer Behandlung am besten wirkt
Immer zuerst zum HNO. Tinnitus kann viele Ursachen haben, und einige davon (zum Beispiel Hörsturz oder, sehr selten, neurologische Probleme) müssen ärztlich ausgeschlossen werden.
Wenn der HNO gesagt hat „alles in Ordnung", der Tinnitus aber bleibt und Sie gleichzeitig Anzeichen für CMD haben – dann ist der nächste Schritt zu uns sinnvoll. Wir arbeiten gern Hand in Hand mit Ihrem HNO.
