Zahnimplantat: Einheilungsphase

Primärer Wundheilungsprozess

Sind Ihnen Implantate gesetzt worden, so spricht man in den ersten Tagen nach dem Eingriff von dem primären Wundheilungsprozess. Genau bedeutet dies, dass die genähte Wunde nach 7-10 Tagen so weit geheilt ist, dass die Nähte entfernt werden können.

Knochenheilung

Im nächsten Schritt beginnt die Knochenheilung. Das bedeutet, dass der Kieferknochen an die Oberfläche des Implantates heranwächst. Je dichter der Kontakt zwischen Knochen und Implantat, desto besser ist das Implantat im Kiefer verankert. In dieser Phase wäre es jedoch für eine Belastung der Implantate noch viel zu früh. Sie sollten auf keinen Fall belastet werden.

Provisorischen Zahnersatz

In der Zeit der Einheilung werden Sie mit einem provisorischen Zahnersatz versorgt. Dadurch werden die Implantate nicht belastet, so dass die Einheilung nicht gestört wird und optimal verlaufen kann. Der provisorische Zahnersatz ist wirklich nur ein vorübergehendes Hilfsmittel. Lassen Sie sich nicht von der nur bedingten Ästhetik und Funktion verunsichern. Sobald der definitive Zahnersatz integriert ist, werden alle Kompromisse wieder behoben sein.

Dauer der Einheilung

Generell ist die Einheilungszeit von Implantaten sehr unterschiedlich. In den 30 Jahren Erfahrung und Beobachtung auf diesem Gebiet kann man heute sagen, dass ein Einheilungszeitraum von 3-4 Monaten vernünftig ist.

Normale Begleiterscheinungen

Nach einer Implantation ist es normal, dass Sie einen Wundschmerz verspüren, der jedoch sehr gut medikamentös gelindert werden kann. Außerdem müssen Sie mir einer Schwellung rechnen. Diese kann durch Kühlung reduziert werden. Bei dem einen oder anderen Patienten kann es nach ein paar Tagen zu einem Bluterguss kommen, der in aller Regel nach ca. 5-7 Tagen wieder verschwindet.

Keine körperlichen Anstrengungen

Selbstverständlich sollten Sie in den ersten Tagen/Wochen körperliche Anstrengungen vermeiden. Der Körper braucht jetzt die volle Energie, um die Heilung erfolgreich und schnell in Gang zu setzen. Außerdem wäre eine starke Durchblutung, die durch körperliche Anstrengung entsteht, für den Wundheilungsprozess sehr negativ bzw. sogar gefährlich.

Dr. Sebastian Janke, MDSc, ist von der Deutschen Gesellschaft für Implantologie mit dem Zertifikat „Tätigkeitsschwerpunkt Implantologie 2017“ ausgezeichnet worden.

IMPLANTOLOGIE_Siegel_2017-hansezahn-1

Vereinbaren Sie gern einen unverbindlichen Termin in unserer Praxis.
Telefon: 040 – 653 99 82